Philosophie und Ziele
Tanz ist für uns mehr als Bewegung – er ist ein Allgemeingut eines reichen, persönlichen und künstlerischen Lebens. Er verbindet Körper, Geist und Emotion und eröffnet einen Raum, in dem Menschen sich selbst begegnen, ausdrücken und wachsen können.
Unsere Arbeit zielt darauf ab, Begeisterung und Freude für die Tanzkunst zu wecken und Tanz als universelle Sprache erlebbar zu machen – unabhängig von Alter, Vorerfahrung oder körperlichen Voraussetzungen. Im Mittelpunkt steht die Entfaltung des individuellen kreativen Potentials, das sich durch Bewegung, Rhythmus und Ausdruck auf ganz eigene Weise zeigt.
Durch Tanz fördern wir ein feines Körperbewusstsein, eine achtsame Wahrnehmung und eine ökonomische, natürliche Bewegungsweise. Der Körper wird nicht nur trainiert, sondern verstanden – als intelligentes, lernfähiges und sensibles System.
Wir schaffen inspirierende und bewegende Momente, die Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken und persönliche Entwicklung ermöglichen. Tanz wird so zu einem geschützten Raum für Erfahrung, Veränderung und innere Bewegung.
Gleichzeitig unterstützt unsere Arbeit die Aktivierung von Selbstheilungskräften: Durch bewusste Bewegung, Präsenz und Ausdruck können Spannungen gelöst, Ressourcen mobilisiert und das eigene Wohlbefinden nachhaltig gestärkt werden.
Tanz verstehen wir als Einladung – zu mehr Lebendigkeit, Selbstvertrauen und Verbundenheit mit sich selbst und der Welt.
Über die Initiatorin
Bernadette Prix-Penasso
Bernadette Prix-Penasso entdeckte früh ihre Liebe zum Tanz an der Schule Haslinger-Hoffmann und stand bereits als Ballettschülerin in Produktionen des Stadttheaters Klagenfurt auf der Bühne. Schon damals war ihr klar, dass sie nicht nur tanzen, sondern gestalten wollte: Zu viele Ideen und der Wunsch nach freiem, kreativem Arbeiten führten sie zur Choreografie.
Ein Studium der Biologie, Chemie und Physik in Wien vertiefte ihr Interesse am menschlichen Körper – ein Wissen, das bis heute ihre künstlerische und pädagogische Arbeit prägt. Nach ihrer Rückkehr nach Klagenfurt arbeitete sie zunächst parallel in Naturwissenschaft und Tanz, entschied sich jedoch 1985 endgültig für die Kunst und gründete die Schule für künstlerischen Tanz.
Seitdem widmet sich Prix-Penasso ausschließlich dem Tanz, bildet sich kontinuierlich weiter und verbindet künstlerischen Ausdruck mit fundiertem anatomischem Wissen. Dieses fließt auch in ihre 1982 gegründete Kompanie „Omega kai Alpha“ ein, mit der sie bislang 24 Tanzproduktionen an außergewöhnlichen Spielorten realisierte. Ein künstlerischer Höhepunkt war das Tanztheater „Verurteilt“ (2003), das international, unter anderem in Kairo, gezeigt wurde.
Tanz ist für Bernadette Prix-Penasso mehr als Beruf – er ist ihr Lebensinhalt und Ausdruck eines unermüdlichen kreativen Schaffens.
Porträts Solistinnen
Daniela Lebitschnig
Daniela Lebitschnig steht in der Klagenfurter Kulturszene für eine besondere Verbindung von zeitgenössischem Tanz, kultureller Reflexion und intellektueller Neugier. In ihrem künstlerischen Ausdruck nutzt sie den Körper als Medium, um komplexe, oft von Vergänglichkeit und Erinnerung geprägte Themen erfahrbar zu machen.
Besonders sichtbar wurde ihr Wirken durch die Zusammenarbeit mit den Tanzdimensionen unter der Leitung von Bernadette Prix-Penasso. In der Inszenierung „Rosen für die Benediktinerschule“ übernahm sie das zentrale Tanzsolo. Das als Trauermarsch konzipierte Werk verband Live-Violine mit intensiver körperlicher Präsenz und setzte sich mit der historischen und emotionalen Schichtung urbaner Räume auseinander.
Ihr Stil ist dem zeitgenössischen Ausdruckstanz zuzuordnen. Im Vordergrund steht nicht die formale Bewegung, sondern die Übersetzung von Stimmungen und Narrativen in eine klare, körperliche Sprache.
Neben ihrer künstlerischen Arbeit ist Daniela Lebitschnig auch kulturwissenschaftlich tätig. An der Universität Klagenfurt untersuchte sie in ihrer Masterarbeit den Einfluss mobiler Informationstechnologien auf das Erleben von Kulturräumen. Damit verbindet sie Tanz, Raumwahrnehmung und digitale Kulturvermittlung zu einem ganzheitlichen Ansatz.
Bianca Medlitsch
Bianca Medlitsch ist in der Klagenfurter Kulturszene als vielseitige Tänzerin und Performance-Künstlerin präsent. Ihr künstlerischer Fokus liegt auf der Verbindung von klassischem Ausdruck und zeitgenössischen Inszenierungen, wodurch sie sich flexibel zwischen unterschiedlichen Stilrichtungen bewegt.
Ihre tänzerische Ausbildung erhielt sie an der Schule für künstlerischen Tanz in Klagenfurt, mit der sie bis heute eng verbunden ist. Dort entwickelte sie eine solide technische und künstlerische Basis, die sie regelmäßig in professionellen Produktionen unter Beweis stellt.
Bianca Medlitschs Repertoire reicht vom klassischen Tanz bis hin zu zeitgenössischen Performances. Besonders häufig ist sie in spartenübergreifenden Projekten zu sehen, in denen Tanz mit bildender Kunst oder Musik in Dialog tritt. Ihre Auftritte zeichnen sich durch eine klare Präsenz und ein feines Gespür für Raum und Atmosphäre aus.
Zu ihren wiederkehrenden Engagements zählen Performances im Rahmen der Langen Nacht der Museen sowie Auftritte in der Stadtgalerie Klagenfurt, wo sie Vernissagen und Ausstellungen tänzerisch begleitet. Darüber hinaus ist Bianca Medlitsch fest in der regionalen Tanzszene verwurzelt und wirkt kontinuierlich an Produktionen mit, die das kulturelle Leben in Kärnten bereichern.
Weitere Tänzerinnen
| Edit Pust | Anja Thiesen | Birgit Niederdorfer |